Studientagung

Studientagung

19. - 20. Mai 2017


Gustav-Stresemann-Institut
Langer Grabenweg 68, Bonn


Der erste Antisemitismusbericht des unabhängigen Expertenkreises für Antisemitismus erschien 2011. Er zeigte deutlich, dass der Antisemitismus keineswegs aus Deutschland verschwunden, sondern vielmehr auch in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen ist. Der Anteil von Personen mit antisemitischen Haltungen liegt immerhin seit Jahren konstant bei ca. 20%. Viele antisemitische Topoi sind fest verankert und beliebig austauschbar.

Kampf gegen Antisemitismus bedeutet daher nicht nur, Stellung gegen offenen Hass und Neonazis zu beziehen, sondern auch sensibel zu sein für niederschwellige Ausgrenzungen und immer wieder auftretende Vorurteile.

Aufzuarbeiten, dass historisch gewachsene Strukturen antisemitische Vorurteile in unserer Gesellschaft hervorgebracht haben, ist zwingend notwendig, um einem weiteren Erstarken antisemitischer Haltungen entgegenzuwirken. Auch die Politik muss konsequenter gegen Antisemitismus in der Zivilgesellschaft vorgehen. Die diesjährige Studientagung evaluiert das Thema Antisemitismus in all diesen Facetten, um die zerstörerischen Tendenzen dieser menschenverachtenden Ideologie offenzulegen.

Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama
Dr. Bettina Kratz-Ritter
Rudolf W. Sirsch

 

 Gefördert durch Mittel des Bundesministeriums des Inneren
 sowie der Bundeszentrale für politische Bildung


PROGRAMM

FFREITAG, den 19. Mai 2017

15:00 Uhr Kaffee

15:15 Uhr Begrüßung und Einführung Ins Thema

15:30Workshop „Einblicke und Perspektiven aus dem Handlungs- und Argumentationstraining gegen Rechts“
Netzwerk für Demokratie und Courage

18:30 Uhr Abendessen

Begrüßung des Schabbat

20.00 Uhr Dialog-Bibelarbeit
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama
Pfarrer Heinz Daume


SAMSTAG, den 20. Mai 2017

08:15 Uhr Jüdische Morgenfeier

09:00 Uhr Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland heute
Prof. Dr. Werner Bergmann, Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin

9:45 Uhr Diskussion

10:30 Uhr Kaffeepause

10:45 Uhr Die Hartnäckigkeit der „Lehre der Verachtung“:
Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus als bleibende Herausforderung des christlich-jüdischen Dialogs
Prof. Dr. Christian Wiese, Martin-Buber-Professur Frankfurt am Main

11:45 Uhr Diskussion

12:30 Uhr Mittagessen – Ende der Tagung
Nachmittags Mitgliederversammlung
 

DOWNLOAD:
Tagungs-Flyer

A n m e l d u n g 
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an die Faxnummer 06032 / 9111-25, oder
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info@deutscher-koordinierungsrat.de

KOSTEN:

TAGUNGSGEBÜHR
Tagungsbeitrag: 20,00 €
1 Übernachtung mit VP
Im Einzelzimmer 125,00 €
Im Doppelzimmer (pro Person) 100,00 €

Rückfragen:
info@deutscher-koordinierungsrat.de