Hier finden Sie unseren
Veranstaltungskalender
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Oldenburg e.V.

Tonweg 39
26129 Oldenburg

Fon 04 41 / 5 94 92 68
Fax 04 41 / 5 94 92 73

E-Mail cjzol@gmx.de
Homepage www.deutscher-koordinierungsrat.de/Oldenburg
 
"Die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit sind in der Bundesrepublik Deutschland nach der Befreiung vom nationalsozialistischem Terrorregime entstanden."

Inzwischen gibt es mehr als 80 Gesellschaften in ganz Deutschland, die sich im Deutschen KoordinierungsRat (DKR) als ihrem Dachverband zusammengeschlossen haben, um ihren Aufgaben und Zielen gemeinsam besser gerecht zu werden.

Mit dem oben zitierten Satz beginnt die Präambel in der Satzung des DKR und auch unserer Gesellschaft. Weiter heißt es wie folgt:

"Sie wissen von der historischen Schuld und stellen sich der bleibenden Verantwortung angesichts der in Deutschland und Europa von Deutschen und in deutschem Namen betriebenen Vernichtung jüdischen Lebens.

Begründet in der biblischen Tradition folgen sie der Überzeugung, dass im politischen und religiösen Leben eine Orientierung nötig ist, die ernst macht mit der Verwirklichung der Rechte aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unterschied des Glaubens, der Herkunft oder des Geschlechts.

Die Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit setzen sich ein für
-Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede,
- Erinnerung an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und Christentum
- Selbstbesinnung in den christlichen Kirchen hinsichtlich der bis in die Gegenwart wirksamen irrigen Versuche einer theologischen Begründung der Judenverachtung und Judenfeindschaft,
- Bewahrung der noch erhaltenen, vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte,
- Entfaltung freien, ungehinderten jüdischen Lebens in Deutschland,
- Achtung der Eigenständigkeit ethnischer Minderheiten,
- Solidarität mit dem Staat Israel als jüdische Heimstätte.
Sie wenden sich deshalb entschieden gegen
- alle Formen der Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus sowie Antizionismus,
- Rechtsextremismus und seine Menschenverachtung,
- Diskriminierung von einzelnen und Gruppen aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen,
- Intoleranz und Fanatismus.
Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sind offen für alle, die für diese Ziele eintreten. Zur Verwirklichung ihrer Ziele beteiligen sie sich an der allgemeinen Erziehungs-, Bildungs- und Jugendarbeit. Sie sind bereit zur Zusammenarbeit mit Gruppen und Parteien, privaten und öffentlichen Einrichtungen, die sich ähnlichen Aufgaben verpflichtet haben."
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e. V. wurde am 01. 01. 1962 gegründet. Seitdem haben wir unzählige Veranstaltungen angeboten, beispielsweise zu den Themen:
- Christliches Selbstverständnis und die Beziehung zur jüdischen Religion
- Geschichte der Juden in Deutschland und Oldenburg
- Die Darstellung der Shoa und ihrer Auswirkungen auf die Nachkriegsgesellschaft
- Zur Reichsprogromnacht am 9./10. 11. 1938 in Oldenburg: Zerstörung der Synagoge, Deportation der jüdischen Männer, Vernichtung der Gemeinde
- Recherchen über jüdische Familien.
Wir pflegen persönliche Kontakte mit Überlebenden aus Oldenburg in aller Welt. Zu den regelmäßigen Besuchern in Oldenburg gehört etwa der ehemalige Landesrabbiner Prof. Dr. Leo Trepp. 1984 wurden im Rahmen eines Schülerprojekts 13 Juden aus Jever eingeladen. Im Mai des gleichen Jahres organisierten wir gemeinsam mit der Stadt Oldenburg ein mehrtätiges Wiedersehenstreffen mit 65 aus Oldenburg stammenden Juden und Jüdinnen. Seit 1989 führten wir mit der Jüdischen Gruppe e.v. gemeinsame Veranstaltungen durch und nahmen an den Festen und Feiertagen der Gruppe teil, bis es schließlich 1992 zur Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg e.V. kam. Damit verbunden war auch eine Wiederbelebung des christlich-jüdischen Dialogs nunmehr mit einer lebendigen jüdischen Gemeinde vor Ort.

Im Jahre 1995 war Oldenburg die gastgebende Stadt zur Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit", in deren Rahmen auch die feierliche Übergabe der Synagoge durch die Stadt Oldenburg an die Jüdische Gemeinde stattfand. Bei der Einrichtung der neuen Synagoge konnten wir finanzielle Hilfestellung geben. Als 1995 aufgrund der gewachsenen Jüdischen Gemeinde ein Erweiterungsbau nötig war, gelang es, durch den Verkauf des Nussbaum-bildes "Jude am Fenster" an das Nussbaum-Museum in Osnabrück eine entsprechende finanzielle Unterstützung für den Erweiterungsbau zu leisten.

Im Laufe der Zeit hat sich in Oldenburg ein gutes Klima der Kooperation entwickelt: Nicht wenige Veranstaltungen werden gemeinsam mit der Stadt Oldenburg und der Jüdischen Gemeinde geplant und durchgeführt, der Ortsrabbiner bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen für die Öffentlichkeit an, mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Oldenburg gibt es gute Kontakte, wir nehmen an den Gedenkfeiern der Sinti und Roma in Oldenburg teil und alle zusammen engagieren wir uns in vielen
gesellschaftspolitischen Fragen.

Unserem Vorstand gehören folgende Personen an:

1. Vorsitzende: Elke Hager
Stellv. Vorsitzende: Sara-Ruth Schumann, Ellen-Angela Winkler-Weiß
Vorstandsmitglieder: Dietgard Jacoby-Demetriades, Volker Landig, Dr. Harm-Gerd Lüers

Bankverbindung:
Oldenburgische Landesbank AG
BLZ 28020050
Kontonr. 1422687200


zurück zur Übersicht