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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Wittener Straße 3 (Schulte-Witten-Haus)
44149 Dortmund Öffnungszeiten: mo. bis mi. u. fr.: 9.00 – 12.00 Uhr, do. 12.30 - 16.00 Uhr
Fon 02 31 / 17 13 17 Fax 02 31 / 1 76 54 58
E-Mail info@gcjz-dortmund.de Homepage www.gcjz-dortmund.de |
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Unsere Gesellschaft konnte 2004 auf 50 Jahre engagierter Arbeit zurückblicken. In Westfalen war Dortmund am Gründungstag -15. Juni 1954- die zweite Gesellschaft.
Heute sind wir eine von über 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland, die zu den großen Bürgerinitiativen mit mehr als 20.000 Mitgliedern, Freunden und Förderern zählt.
Was wir tun
Wir wenden uns entschieden gegen Vorurteile, Intoleranz und alle Formen der Judenfeindschaft wie religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus sowie Antizionismus.
Wir machen die gemeinsamen Wurzeln des jüdischen und christlichen Glaubens bewusst.
Wir sensibilisieren für die Besonderheiten unterschiedlicher Kulturen und Religionen.
Unser Ziel ist die Verwirklichung von Solidarität aller Menschen ohne Unterschied ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts.
Dazu bieten wir
Vorträge, Seminare, Lesungen, Filme und Studienfahrten, Synagogenbesuche und Ausstellungen an und führen kulturelle Veranstaltungen und pädagogische Projekte durch:
um Geschichtsbewusstsein zu wecken bei Jung und Alt um demokratisches Handeln zu fördern um der Begegnung mit jüdischer Kultur und Religion Raum zu geben um den Austausch mit Israel anzustoßen
Wir nehmen Stellung
zu Äußerungen und Ereignissen, die Intoleranz und Rassismus befördern.
Wir entwickeln neue Projekte
im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort mit dem Schwerpunkt Spuren Suchen – Begegnen – Lernen
mit altersgemäßen Ausstellungen wie zum Bilderbuch „Papa Weidt- er bot den Nazis die Stirn“, mit Wettbewerben, Spurensuche und Lehrerfortbildungen
Initiiert u.a. durch unsere Gesellschaft stellen wir seit 1996
immer wieder aktuell eine Broschüre, die „HANDREICHUNG“ zusammen, die Einblicke gibt über die vielfältigen Kinder- und Jugendprojekte der Gesellschaften in der BRD.
- Die HANDREICHUNG kann beim Deutschen Koordinierungsrat angefordert werden-
Das Logo
wurde vom israelischen Architekten Israel Lanzman gestaltet, der auch die Synagogen- Mahnmale in den Dortmunder Vororten Dorstfeld und Hörde entworfen hat.
Die prächtige Synagoge in Dortmunds Innenstadt, 1900 erbaut vom
Architekten Eduard Fürstenau.

(Postkarte Synagoge um 1900)
Vom damaligen Oberbürgermeister Schmieding als „Zierde der Stadt auf ewige Zeiten“ eingeweiht, musste die Synagoge 1938 noch vor der eigentlichen Hetzjagd auf jüdische Bürgerinnen und Bürger - dem Novemberpogrom - einer angeblich notwendigen Straßenumgehung weichen. Mit Zwangsverkauf der damaligen Jüdischen Gemeinde abgepresst, folgte der Abriss der „größten Synagoge in Westfalen“ und die spätere Sprengung.
Heute erinnert daran auf dem ‚Platz der Alten Synagoge’, am Schauspielhaus, nicht nur dies Straßenschild – von unserer Gesellschaft initiiert- sondern auch ein Mahnmal: ein Steinblock mit einem Gedenktext und eine Gedenktafel.

(Straßenschild)
In unseren Veranstaltungen informieren wir nicht nur über die Auswirkungen der NS-Zeit in Dortmund/Deutschland und Europa. Die Synagoge steht auch für ein lebendiges jüdisches Leben und das kulturelle, religiöse und wirtschaftliche Wirken jüdischer Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt früher wie heute. Zu diesem Schwerpunkt bieten wir anregende Vorträge und Veranstaltungen an.
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Die Anfänge nach 1945…

Die Gesellschaften in Deutschland entstanden nach der NS-Diktatur zeitgleich mit dem Wiedererstehen jüdischer Gemeinden in der Bundesrepublik. Die Gesellschaften waren die ersten verlässlichen Gesprächspartner für Juden in Deutschland. Sie bemühten sich, durch persönliche Kontakte und durch gründliche Aufklärungsarbeit eine Isolation der jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik zu vermeiden.
(Richtfest der neuen Synagoge in Dortmund, 1956)
…bis heute
So sind in der letzten Zeit gemeinsame Überlegungen zur religiösen Erziehung eingeflossen in die Planung eines jüdischen Kindergartens, der als erste ‚Brücken ’- Kindertagesstätte von Westfalen am 6.7.2003 in Dortmund eingeweiht wurde.

(Eröffnung des Jüd. Kindergartens; li.: Landesrabbiner Dr. Henry G. Brandt, dahinter: Günter Birkmann, ev. Vors. GCJZ Dortmund; re: Hanna Sperling, Vors. Jüdische Kultusgemeinde Dortmund)
Das aktuelle Gemeindeblatt der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund können Sie hier online lesen:
Gemeindeblatt
Der Vorstand der GCJZ Dortmund:
Ida Berman, Pfarrer Carsten Griese, Pfarrer Norbert Neu (Vorsitzende)
Pfarrer Carl Drepper, Pfarrer Ralf Lange-Sonntag, Alexander Lev, Julia Sattler, Claudia Steinbach, Ulrich Moeske, Vertreter Stadt Dortmund, Kulturbetriebe Geschäftsbereich Bibliotheken - Zentralbibliothek.
Ehrenvorsitzender: Prof.em. Dr. Johann-Friedrich Konrad
Geschäftsführerin: Sigrid Schäfer
Dem Vorstand gehören jeweils zwei jüdische, evangelische und katholische Mitglieder an.
Sie sind herzlich eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen, sich informieren zu lassen und mitzudiskutieren.
Zur Zeit hat unsere Gesellschaft 400 Mitglieder. Wir hoffen auf Dauer, ein Promill der Dortmunder Bevölkerung und Menschen aus der umliegenden Region für unsere Arbeit und unsere gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung zu interessieren und sie als Mitglieder zu gewinnen.
Alle Mitglieder werden regelmäßig durch Rundbriefe informiert und zu Veranstaltungen eingeladen. Der Jahresbeitrag beträgt z.Zt. 25 €. Ermäßigt für Ehepaare 35 €; für Schüler, Studenten etc. 5 €.
Unsere reich bebilderte Broschüre ‚50 Jahre’ (bitte Briefmarken zu 1,45 € beilegen) und Informationen zur Mitgliedschaft können bei unserer Geschäftsstelle angefordert werden.
Copyright zu den Fotos: Postkarte Synagoge und Richtfest Synagoge 1956: Bestand Stadtarchiv Dortmund/ Straßenschild: Uwe Bitzel/ Jüdischer Kindergarten: Ruhr-Nachrichten, Stephan Schütze.
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