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Veranstaltungskalender
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Dillenburg e.V.

Zum Eichholz 12
35753 Greifenstein

Fon 02779 510904
Fax 0721 151 472576

E-Mail gcjz-dillenburg@gmx.de
Homepage www.deutscher-koordinierungsrat.de/Dillenburg
 
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde im Jahre 1988 gegründet und ist eine von mehr als 80 Gesellschaften in ganz Deutschland, die sich im Deutschen KoorinierungsRat (DKR) als ihrem Dachverband zusammengeschlossen haben.

In der Satzung des Dachverbandes aller Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland heißt es gleich zu Beginn programmatisch:
" Begründet in der biblischen Tradition folgen sie [die Gesellschaften CJZ] der Überzeugung, daß im politischen und religiösen Leben eine Orientierung nötig ist, die ernst macht mit der Verwirklichung der Rechte aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unterschied des Glaubens, der Her-kunft oder des Geschlechts." Folgerichtig wird wenige Absätze später betont, daß sich die Gesellschaften ent-schieden wenden gegen "alle Formen der Judenfeindschaft ... Rechtsextremismus und seine Menschenverachtung, Diskriminierung von einzelnen und Gruppen aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen, Intoleranz und Fanatismus."

Diese Formulierungen geben das Herzstück des Selbstverständnisses der Gesellschaften zum Ausdruck, dem sich auch die Dillenburger Gesellschaft verpflichtet fühlt und durch vielerlei Aktivitäten gerecht zu werden versucht: Vorträge, Lesungen, Konzerte, öffentliche Stellungnahmen, Kooperationen mit Schulen sowie kirchlichen und kulturellen Einrichtungen vor Ort.
Stadt Dillenburg Lobt die Charlotte-Petersen-Medaille aus
Charlotte Petersen (1904-1994)


Der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann hat Charlotte Petersen einmal die "größte Bettlerin des Jahrhunderts" genannt - als Lob für das Lebenswerk der von Statur kleinen, liebenswerten Frau aus Dillenburg. 1959 hatte Petersen bei einer Israel-Reise mit Hilda Heinemann Überlebende des KZ Wapniarka kennen gelernt. Von rund 3000 rumänischen, baltischen und bulgarischen Juden, die in dem südrussischen Konzentrationslager übelsten Menschenversuchen ausgesetzt wurden, überlebten nur einige hundert. Die meisten blieben Schwerbehinderte bis an ihr Lebensende. Eine Wiedergutmachung in Form einer Rente bekamen sie nicht, nur eine einmalige Abfindung in Höhe von 5000 Mark wurde den Opfern später von der Bundesrepublik gezahlt. "Um ein klein wenig von der Schuld der Deutschen abzutragen . . .", gründete die Dillenburger Journalistin das Wapniarka-Hilfswerk, das bis zu seiner Auflösung vor einigen Jahren 17 Millionen Mark für KZ-Überlebende sammeln konnte.

Auch als Journalistin - bis ins hohe Alter unter dem Kürzel "cp" Autorin dieser Zeitung - hat sich die ruhige, bescheidene Frau für die erst spät begonnene Entschädigungsgesetzgebung ebenso bemüht wie für die Versöhnung zwischen Christen und Juden über alle Grenzen hinweg. Zahlreiche Auszeichnungen vom Bundesverdienstkreuz Erster Klasse (1967) bis zur Buber-Rosenzweig-Medaille (1990) hat die Dillenburger Ehrenbürgerin (seit 1986) erhalten.

Zur Erinnerung an sie verleiht Dillenburg die Charlotte-Petersen-Medaille alle zwei Jahre, möglichst am 11. Juni, ihrem Geburtstag.

Eingegangene Vorschläge gibt der Magistrat an ein Auswahlgremium weiter, in dem auch die Kirchengemeinden, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die für Dillenburg zuständige jüdische Gemeinde vertreten sind.


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