12.03.2007
Jüdisches Gemeindezentrum - 17.00 Uhr
Rabbiner-Grünewald-Platz, F3, Mannheim


» Dialog zwischen Rabbinern und christlichen Kirchen in Deutschland
Begegnungstreffen und Vorträge

17.00 Uhr - Begrüßung
Prof. Dr. Hubert Frankemölle
Deutscher Koordinierungsrat

Grußwort
Kardinal Karl Lehmann
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Vorträge
Der Fremde in jüdischer Tradition
Rabbiner J.-Ch. Soussan, Düsseldorf

Fremdheit und Nähe
Konzepte und Konflikte in neutestamentlicher Zeit
Bischof Dr. Ch. Kähler, Eisenach

Dank und Einladung zum Empfang
Dr. Eva Schulz-Jander
Katholische Präsidentin
des Deutschen Koordinierungsrates

Die Veranstaltung findet am 12. März 2007 in den Räumlichkeiten des Jüdischen Gemeindezentrums In Mannheim, Rabbiner-Grünewald-Platz, F3, statt.

(Einlass nur mit Karte)

Anmeldung über den Deutschen Koordinierungsrat unter
TEL 0 60 32 / 91 11–0, FAX 0 60 32 / 91 11 25
E-MAIL: info@deutscher-koordinierungsrat.de

In der „Woche der Brüderlichkeit“ im März 2006 fand zum ersten Mal in der Geschichte auf höchster Ebene ein offizielles Gespräch zwischen den deutschen Rabbinerinnen und Rabbinern und dem Präsidenten der Vatikanischen Kommission für die Religiösen Beziehungen zum Judentum, Kardinal Walter Kasper, sowie Vertretern der christlichen Kirchen mit ihren Vorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber von der Evangelischen Kirche in Deutschland und Kardinal Karl Lehmann von der Deutschen Bischofskonferenz, statt. In den Ansprachen und in den Medien wurde das Begegnungstreffen mit den anschließenden Vorträgen zu Recht vielfach als „historisch“ gewürdigt.

Der Vorstand des Deutschen Koordinierungsrats (DKR) der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der bereits das erste Treffen angeregt und organisiert hatte, lädt zum 12. März 2007 wiederum im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“, die 2007 in Mannheim unter dem Motto „Redet Wahrheit!“ (Sacharja 8,16) eröffnet wird, zu einem Folgetreffen ein. Ging es beim ersten Gespräch in erster Linie um das gegenseitige Kennenlernen und um die allgemeine Abklärung von gemeinsamen Fragen, so wird bei diesem zweiten Treffen in Absprache mit dem Präsidenten des Rabbinatskomitees in Deutschland, Netanel Teitelbaum aus Köln, und den beteiligten christlichen Bischöfen und Kommissionen für das Judentum in einem ca. zweistündigen internen Arbeitstreffen über das Thema „Mission“ gesprochen, das von jüdischer und christlicher Seite durch drei Statements eröffnet wird. Eingedenk der Religionskriege zwischen evangelischen und katholischen Fürsten sowie eingedenk der Disputationen, die den Juden von Christen Jahrhunderte lang aufgezwungen wurden, geht es heute um die Fragen, wieweit die jeweilige Glaubensüberzeugung mit Respekt vor den Überzeugungen des jeweils Anderen vor ihnen vertreten werden kann und wie beide Religionen, Judentum und Christentum, im Gespräch mit anderen Religionen und den Nichtgläubigen für ihre Überzeugung wirken können.

In den anschließenden öffentlichen Vorträgen stehen aktuelle ethische bzw. halachische Fragen an, die in diesem Jahr aus jüdisch-orthodoxer wie aus christlich-evangelischer Perspektive erörtert werden. Judentum wie Christentum berufen sich bei ihren Entscheidungen auf den ersten Teil der gemeinsamen Bibel, von Christen Altes Testament genannt, aktualisieren aber die in der Bibel überlieferten Gebote in je unterschiedlicher Weise und nach verschiedenen Kriterien für die jeweilige Zeit in gemeinsamer Verantwortung in einer multireligiösen und säkularen Welt.


zurück zur Übersicht