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Sitz der Buber-
Rosenzweig-Stiftung |
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Am 5. November 1989 gründeten die im Deutschen Koordinierungsrat zusammengeschlossenen lokalen und regionalen 70 „Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“ die Buber-Rosenzweig-Stiftung. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechtes, die ausschließlich und unmittelbar Zwecke im Sinne der §§ 51f. der Abgabenordnung verfolgt.
In der Stiftungsverfassung (§ 2) wird als Zweck "die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden und die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zum Staat Israel" festgelegt. Dies soll – wie es heißt – insbesondere geschehen durch:
- Förderung der Erforschung der Geschichte und der Gegenwart des Judentums, der christlich-jüdischen und der deutsch-israelischen Beziehungen;
- Förderung von Publikationen, Tagungen und Maßnahmen der Jugend- und Erwachsenenbildung auf den genannten Gebieten;
- Förderung der Begegnung und des Austauschs von Christen und Juden, Deutschen und Israelis;
- Förderung von Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, in Israel und in dritten Staaten, die diesem Zweck dienen.
Die Buber-Rosenzweig-Stiftung kann sich in ihrer Arbeit auf eine über 50-jährige Erfahrung des Deutschen Koordinierungsrates stützen. In dieser Zeit wurden wiederholt Bildungsveranstaltungen und Expertengespräche im Rahmen der Ziele durchgeführt, wie sie auch in der Stiftungsverfassung beschrieben sind. In jedem Jahr erarbeitet der Deutsche Koordinierungsrat ein Themenheft zu seinem Jahresthema. Dieses Themenheft und andere von ihm erstellte Materialien dienen seit langem dem schulischen Unterricht wie der Jugend- und Erwachsenenbildung.
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Die Buber-Rosenzweig-Stiftung konnte Eigentümer eines Hauses in Bad Nauheim werden. Sie führt in diesem Haus Bildungsveranstaltungen für junge Menschen und für Erwachsene durch, Expertentagungen und Kolloquien für Wissenschaftler, politisch Verantwortliche und in sozialen Bereichen Tätige. Das Haus steht auch anderen Veranstaltern offen, die im Sinne der Buber-Rosenzweig-Stiftung arbeiten. Es konnte zum 1. April 1992 bezogen und am 15. November 1992 feierlich eröffnet werden.
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Der Stiftungsverfassung gemäß dient die Arbeit im Haus
- der Vermittlung von Kultur, Religion und Geistesleben des Judentums;
- der Information über das vielschichtige wechselseitige Verständnis von Juden und Christen in Vergangenheit und Gegenwart;
- der exemplarischen Untersuchung der Probleme des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher religiöser und ethnischer Herkunft;
- der Ausarbeitung von Handlungsmöglichkeiten zum Abbau von Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit;
- dem Aufzeigen und Formulieren von Aufgaben, wie (Mitglieder der) Weltreligionen zur humanen und friedlichen Zukunftsgestaltung beitragen können;
- der Förderung des Verständnisses, der Verständigung und Freundschaft zwischen den Staaten Israel und der Bundesrepublik Deutschland wie seinen Bewohnern;
- der Reflexion und Evaluation, wie weit diese Ziele erreicht werden konnten.
Der gerade jetzt sichtbar werdende Fremdenhass und Antisemitismus wie auch das Auftreten antiisraelischer Einstellungen und fundamentalistischer Strömungen zeigen: die hier benannten Ziele zu verfolgen, bleibt eine wichtige Aufgabe. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind deshalb Adressaten der Bildungsarbeit. Generationsübergreifende Bildungsveranstaltungen sollen ebenso der Verwirklichung dieser Ziele dienen.
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Prof. Dr. Berndt Schaller
1. Vorsitzender Göttingen
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Dr. Abi Pitum
2. Vorsitzender München
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Landesrabbiner em. Dr. h.c. Henry G. Brandt
Augsburg
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Hans-Helmut Eickschen
Moers
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Pfarrer Ricklef Münnich
Erfurt
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Dr. Eva Schulz-Jander
Kassel
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Rudolf W. Sirsch M.A.
Geschäftsführer
Bad Nauheim
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Prof. Dr. Alfred Bodenheimer
Institut für Jüdische Studien, Basel/Schweiz |
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Prof. Dr. Micha Brumlik
Universität Frankfurt am Main |
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Dr. Judith Buber-Agassi
Herzlia / Israel |
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Prof. Dr. Ernst Cramer
Axel Springer Verlag, Berlin |
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Ernst Elitz
Intendant vom DeutschlandRadio, Köln |
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Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher
Staatsministerin a.D. |
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Dr. Niels Hansen
Botschafter a.D. |
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Prof. em. Dr. Hanspeter Heinz
Universität Augsburg |
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Friedrich Magirius
Superintendent a.D. |
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Dagmar Reim
Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg |
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Prof. em. Dr. Wolfdietrich Schmied-Kowarzik
Universität Kassel |
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Prof. Dr. Bernd Schröder
Universität des Saarlandes, Saarbrücken |
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Prof. Dr. Martin Stöhr
Bad Vilbel |
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Prof. Dr. Hans-Joachim Werner
Martin-Buber-Gesellschaft e.V., Waldbronn |
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Prof. em. Dr. Erich Zenger
Universität Münster |
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