01.04.2009
Stadthalle Dillenburg - 19.30 Uhr
Bismarckstr., Dillenburg


» Was der Mensch tun soll – und was lieber nicht.
Eine jüdische Sichtweise der Zehn Gebote

Vortrag mit Rabbi Andrew A. Steiman, Frankfurt

Finanzkrise, Sozialkrise, Glaubenskrise, Kulturkrise … Wir sind – so scheint es – umgeben von allerlei Krisen, persönlichen und politischen, sozialen und wirtschaftlichen. Was all diesen Krisen gemeinsam ist: Sie gehen auf das Handeln (oder Unterlassen) von Menschen zurück und werfen mithin die Frage nach den Motiven und Kriterien menschlichen Handelns auf. Was sollen wir tun? Wie sollen wir handeln?
Einige der wirkmächtigsten Leitlinien für unser Handeln stellen die Zehn Gebote dar, der Dekalog. In der jüdischen wie christlichen Tradition bilden sie die Grundlage und den Fixpunkt der Orientierung unseres Handelns und haben darüber hinaus zumindest in der westlichen Welt die ethischen und moralischen Vorstellungen weit über den religiösen Raum hinaus maßgeblich geprägt.
Ihren Ursprung haben die Zehn Gebote in der Hebräischen Bibel, dem Alten Testament. Ursprünglich war der Dekalog an das aus der Sklaverei befreite Volk Israel gerichtet. Er lieferte Grundlagen zur Sicherung der neuen Gemeinschaft. Welchen Stellenwert haben die Zehn Gebote in der Tradition und Gegenwart des Judentums? Und wie unterscheidet sich die Bedeutung der Zehn Gebote im Judentum und Christentum? Gibt es tatsächlich unterschiedliche Traditionen in Judentum und Christentum, was dieses wichtigste Dokument der Moraltheologie betrifft?"

Rabbi Andrew Aryeh Steiman (Foto links), Jhg. 1958; wurde in New York als Kind von Immigranten geboren. Nach der Grundschule in den USA besuchter er das Gymnasium in Frankfurt/M., wo er das Abitur ablegte. Er studierte Volkswirtschaftslehre, Pädagogik und Philosophie an der Universität in Frankfurt/M. und Religionspädagogik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Von 1982 bis 1996 war er als Religionslehrer und Kantor in der Militärseelsorge der US-Streitkräfte in Frankfurt/M. und Ramstein/Pfalz tätig. Von 1997 bis 2003 arbeitete er als Religionslehrer an der Jüdischen Oberschule in Berlin und dem Stadtgymnasium in Dortmund. Seit 2003 ist er als Altenheimseelsorger und Leiter der Jüdischen Abteilung im Frankfurter Altenheim der Henry und Emma Budge-Stiftung, dem einzigen christlich-jüdischen Altenheim in Deutschland, tätig. Seit 2007 gehört er dem Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) an, dem Dachverband der 84 „Gesellschaften“ in Deutschland



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