10.04.2006
Stadtbibliothek Haiger
Haiger


» Bücherspende an die Haigerer Stadtbibliothek
Christlich-Jüdische Gesellschaft spendet der Haigerer Stadtbibliothek Bücher zum Judentum

Eine kleine, aber feine Auswahl jiddischer und jüdischer Literatur sowie Werke zur Geschichte und Gegenwart der Juden in Deutschland übergab am Montag Dr. Christoph Münz, der Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg e.V. dem Haigerer Bürgermeister Dr. Gerhard Zoubek für die Stadtbibliothek.

Dr. Münz und die Schatzmeisterin der Gesellschaft, Edith Hofmann, nahmen die kürzlich veranstaltete Woche der Brüderlichkeit (WdB) zum Anlass, dem Bürgermeister persönlich, aber auch der Bibliotheksleiterin, Inge Geppert, außerdem das diesjährige Themenheft des Deutschen Koordinierungsrates (der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit) „Gesicht zeigen“ zu überreichen. Der Titel der Broschüre, die dazu aufruft Verantwortung zu übernehmen, für seine Überzeugung gerade zu stehen, sich für andere einzusetzen, sich zur eigenen Persönlichkeit zu bekennen, war Motto der diesjährigen WdB.

Hoch erfreut zeigten sich die Vertreter der „Gesellschaft“, über die positive Aufnahme der Bücherspende durch Dr. Zoubek. Der Bürgermeister sagte zu, basierend auf der Gabe der Gesellschaft einen neuen Bereich innerhalb der Stadtbibliothek aufzubauen und jüdische Kultur und Literatur in Haiger stärker zu beleuchten. Dabei vertraut Dr. Zoubek auf das Haigerer Lesepublikum und die Engagierten unter den literarisch Gebildeten der Stadt.

Erstaunt nahm die Abordnung der Gesellschaft zur Kenntnis, dass –entgegen dem vermuteten Trend - die Bibliothek in Haiger wachsende Leserzahlen aufzuweisen hat. Zuletzt wurden 18000 Ausleihungen registriert. Besonders häufige Entleiher, auch das erstaunlich, sind Jugendliche. Die Bibliotheksleiterin, Inge Geppert, stellt sich vor, zu jiddischen und jüdischen Autoren eine Leserunde zusammen zu rufen.

Haiger, 10. April 2006

Foto: v.l.n.r.: Dr. Gerhard Zoubek, Karl-Heinz Brand (Kulturamt der Stadt), Dr. Christoph Münz, Edith Hofmann, Inge Geppert
(Foto u. Text: Hartmut May)




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