19.09.2006
Wilhelm-von-Oranien Schule - 19.00 Uhr
Dillenburg


» Von Königsberg nach Kaliningrad.
Eine gemeinsame Suche nach der verschütteten Erinnerung und Wegen für eine bessere Zukunft

Mit der jungen Generation auf Wegen der Verständigung.
Präsentation eines deutsch-russischen Medienprojekts

Tiefe Wunden und unermessbares Leid hinterließ der vom nationalsozialistischen Deutschland verursachte Zweite Weltkrieg vor allem auch bei den Menschen in Russland und Deutschland. Während Russland an die 20 Millionen Tote zu beklagen hatte, wurde für viele Deutsche Flucht und Vertreibung am Endes des Krieges zu einem traumatischen Erlebnis.

Der Leistungskurs Politik/Wirtschaft des Wilhelm-von-Oranien Gymnasiums in Dillenburg, unter Leitung von Eckhard Scheld, widmete sich dieser schwierigen Vergangenheit auf exemplarische Weise am Beispiel der Diakonissen vom Krankenhaus der Barmherzigkeit in Königsberg/ Ostpreußen auf ihrem Weg nach Altenberg bei Wetzlar. U.a. entstand dabei eine filmische Dokumentation, die im Rahmen des diesjährigen Schülerwettbewerbs des Landes Hessen zum Thema "60 Jahre Hessen" mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde!

Mehr noch: Aus der engagierten Arbeit der Schüler entwickelte sich ein einmaliges Versöhnungsprojekt, deren Höhepunkte die Präsentation des Dokumentarfilmes durch die Dillenburger Schüler im Krankenhaus in Kaliningrad und dem Mitte September stattfindenden Gegenbesuch russischer Studentinnen in Deutschland sind.

Am 19. September ist die russische Besuchergruppe in Dillenburg zu Gast. Neben einem Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Dillenburg, Michael Lotz, steht am Abend die Präsentation eines deutsch- russischen Medienprojekts durch die Dillenburger Schüler auf dem Programm, musikalisch begleitet vom Chor des WvO-Gymnasiums und unter Anwesenheit der russischen Studentinnen.


Diese Abendveranstaltung wird mit Unterstützung des Ehemaligenvereins der WvO, der Schulelternvertretung der WvO, des Lionsclubs Dillenburg, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg sowie des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Hessen durchgeführt.



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